Die Naturwissenschaften in der Schweiz haben ein Nachwuchsproblem. Zu wenige Studierende entscheiden sich für ein MINT-Fach, das heisst für Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften oder Technik. Umso wichtiger ist es der Schweizerischen Studienstiftung, herausragende Studierende dieser Disziplinen sowie der Humanmedizin, der Pharmazeutik und der Life Sciences zu fördern, die sich mit Begeisterung für die Verbreitung der MINT-Fächer engagieren.

Im Jahr 2025-26 erhalten elf Studierende, die bereits Geförderte der Schweizerischen Studienstiftung sind, ein Werner Siemens Fellowship. Voraussetzung sind hervorragende akademische Leistungen und die Bereitschaft, sich für die Vermittlung und Förderung der MINT-Fachbereiche in der Gesellschaft einzusetzen. Die Studierenden erhalten neben finanzieller Unterstützung von 19’800 Franken die Möglichkeit, an Netzwerkanlässen des Werner Siemens-Programms teilzunehmen.
Die Stipendien für 2025/2026 wurden folgenden Studierenden zugesprochen:
- Ananya Amitabh aus Opfikon (ZH), Masterstudentin in Quantum Engineering, ETH Zürich
- Manuel Bonaglia aus Baden (AG), Masterstudent in Humanmedizin, Universität Basel
- Christopher Golling aus Näfels (GL), Bachelorstudent in Informatik, ETH Zürich
- Lino Hofstetter aus Lenzburg (AG), Masterstudent in Computer Science, ETH Zürich
- Samira Künzler aus Wangen bei Olten (SO), Bachelorstudentin in Bioanalytik und Zellbiologie, Fachhochschule Nordwestschweiz
- Annick Melse aus Plan-les-Ouates (GE), Masterstudentin in Biomedical Engineering, ETH Zürich
- Benedikt Oeschger aus Winterthur (ZH), Bachelorstudent in Agrarwissenschaften, ETH Zürich
- Anna Stoll-Bickel aus Zürich (ZH), Masterstudentin in Mathematik, Universität Zürich und Scuola Normale Superiore (Italien)
- Danja Zengaffinen aus Zug (ZG), Masterstudentin in Life Sciences Engineering und Quantenwissenschaft und -technik, EPF Lausanne
- Julia Zingerle aus Wil (SG), Bachelorstudentin in Maschineningenieurwissenschaften, ETH Zürich
- Nico Julian Zobrist aus Unterentfelden (AG), Bachelorstudent in Humanmedizin, Universität Zürich (Luzerner Track)
Weitere Informationen zum Werner Siemens-Stipendium und den Geförderten:
Werner Siemens-Stipendien und Werner Siemens Stiftung
Die Stipendiatinnen und Stipendiaten 2025/2026
Ananya Amitabh
Opfikon (ZH), Masterstudentin in Quantum Engineering, ETH Zürich

Ananya Amitabh, Bild: Shivji Amitabh
Ananya Amitabh wuchs in Opfikon (ZH) auf und besuchte die Kantonsschule Zürich Nord, wo sie ein breitgefächertes Interesse entwickelte. Mit 16 Jahren schloss sie die Matura ab und wurde für ihr Abschlusszeugnis ausgezeichnet. Getrieben von ihrem Traum mit Technologie globale Herausforderungen zu lösen, begann sie an der ETH Zürich ein Studium der Elektrotechnik und Informationstechnologie.
Im Bachelor entdeckte Ananya Amitabh ihre Leidenschaft für die Schnittstelle von Ingenieurswissenschaften und Medizin und forschte in ihrer Bachelorarbeit an einer Methode zur gezielten Medikamentenabgabe mit Mikropartikeln. Gleichzeitig wuchs ihre Faszination für die elegante Rätselhaftigkeit der Quantenphysik. Dieser Begeisterung folgend studiert die 20-Jährige heute im Master Quantum Engineering. Ihre Vision ist es, ihre Leidenschaften für biomedizinische Anwendungen und Quantentechnologien zu vereinen, um echte medizinische Probleme zu lösen.
Neben dem Studium engagiert Ananya Amitabh sich dafür, junge Frauen für MINT zu begeistern. Besonders aktiv ist sie in den Vorständen des Vereins der ETH-Ingenieurstudentinnen* (LIMES) und der Quantum Engineering Commission (QEC). In dieser Rolle organisiert sie Initiativen, die Begeisterung am Ingenieurswesen wecken und zeigen, dass technologische Neugier keine Geschlechtergrenzen kennt. Ihre Freizeit verbringt sie mit Gesang, Gitarre spielen und Lesen. Zudem besitzt sie den Schwarzgurt in Karate und unterrichtet Jugendliche an einer Karateschule.
Manuel Bonaglia
Baden (AG), Masterstudent in Humanmedizin, Universität Basel

Manuel Bonaglia, Bild: Vivien Bösiger
Manuel Bonaglia absolvierte die bilinguale Matura an der Kantonsschule Baden. Nach einem Zwischenjahr mit Militärdienst und einem Praktikum in der Anlagenberatung entschied er sich für das Medizinstudium, trotz breitem Interesse in weiteren Disziplinen wie Informatik, Wirtschaft oder Biochemie. Ausschlaggebend war letztlich seine Faszination für die menschliche Biologie und die Möglichkeit, Menschen auf ihrem Weg zur Genesung zu begleiten.
Heute studiert der 24-Jährige Humanmedizin an der Universität Basel und schreibt seine Masterarbeit in der Neurochirurgie. Früh im Studium wurde ihm klar: Medizin ist mehr als die Behandlung einzelner Patientinnen und Patienten. Als Arzt möchte er nicht nur klinisch tätig sein, sondern auch die strukturellen Herausforderungen des modernen Gesundheitswesens mitgestalten und Innovationen vorantreiben.
Neben dem Studium engagiert er sich unter anderem als Präsident des Graduate Consulting Clubs (GCC) – ein studentischer Verein an der ETH Zürich sowie den Universitäten Basel und Zürich. Die Mission des GCC: Eine Brücke schlagen zwischen Wissenschaft und Beratungsbranche durch Workshops, Pro-Bono-Projekte und Partnerveranstaltungen.
Das Werner Siemens Fellowship bedeutet für Manuel Bonaglia weit mehr als finanzielle Unterstützung: Es ist ein Sprungbrett für seine Ambitionen – zur Weiterentwicklung an der Schnittstelle von Medizin, Technologie und Innovation, für gesellschaftliches Engagement und zur Begeisterung junger Menschen für MINT-Fächer und die Mitgestaltung unserer Zukunft.
Christopher Golling
Näfels (GL), Bachelorstudent in Informatik, ETH Zürich

Christopher Golling, Bild: Silvan Metzker
Nach seinem ersten Bachelorstudium in Physik mit Fokus auf die Astrophysik, entschied sich Christopher Golling ein zusätzliches Studium in Informatik an der ETH Zürich aufzunehmen. Er absolvierte ein Austauschsemester in Singapur, in dem er bereichernde Einblicke in eine ganz andere Universitätskultur gewann. Zurück in der Schweiz, arbeitet Christopher Golling nun an seiner Bachelorarbeit, wo er Software für eine Flotte schwimmender Kunstroboter programmiert. Erste Shows für Zürich und Venedig sind in Planung, welche in Zukunft eine umweltfreundliche Alternative zu Feuerwerken sein könnten. In diesem Herbst beginnt der 23-Jährige sein Masterstudium in Informatik mit Schwerpunkt “Maschinelle Intelligenz”.
Die Förderung des Nachwuchses im MINT-Bereich liegt Christopher Golling am Herzen: Er leitet die Astronomische Jugendgruppe Glarus, die sich monatlich in der Fritz-Zwicky-Sternwarte trifft und in diesem Jahr einen Kurs im Rahmen des Glarner Ferienspass angeboten hat. An der Kantonsschule Glarus leitet er das neue iLab-Team aus Lernenden, das sich um die technischen Spezialgeräte der Schule kümmert. Auch bietet er Kurse an, in denen Lernende etwas von Grund auf entwickeln können, zum Beispiel ein schwebendes Luftkissenfahrzeug. Er ist weiterhin Mentor beim “6417 Fridolins Robotik”-Team, das jährlich Wettkampf-Roboter baut. Mit Begeisterung organisierte Christopher Golling zusammen mit einem Studienkollegen eine Veranstaltung zum Thema Optik für die Schweizerische Studienstiftung.
Lino Hofstetter
Lenzburg (AG), Masterstudent in Computer Science, ETH Zürich

Lino Hofstetter, Bild: Samuel Bitz
Lino Hofstetter wuchs in Lenzburg (AG) auf und besuchte die Alte Kantonsschule Aarau. Die gesellschaftlichen Auswirkungen theoretischer Konzepte faszinieren ihn seit er in seiner Maturaarbeit mathematische Modelle für eine gerechtere Vermögensverteilung untersucht hat. Diese Leidenschaft führte ihn an die ETH Zürich, wo er 2024 sein Bachelorstudium in Informatik mit einer Arbeit über einen Algorithmus zur effizienten Erkennung ähnlicher DNA-Sequenzen für Anwendungen in Biologie und Medizin abschloss.
Ein Austauschsemester an der technischen Hochschule KTH in Stockholm und ein Forschungspraktikum in der Quantum Computing Research Group der Firma Ericsson in Schweden weckten sein Interesse für die Frage, wie sich physikalische Systeme zur Lösung algorithmischer Probleme nutzen und letztlich mit Quantencomputer lösen lassen. Deshalb beschäftigt sich der 24-Jährige aktuell in seinem Masterstudium an der ETH Zürich mit maschinellem Lernen und theoretischer Informatik und bildet sich zudem in Mathematik, Physik und Chemie weiter. Diesen interdisziplinären Ansatz kann er dank der Förderung durch ein Werner Siemens-Stipendium mit einem Aufenthalt an der Universität Aarhus in Dänemark zur Erforschung von Quantenalgorithmen sowie einer geplanten Masterarbeit im Bereich Quantum Computing weiterentwickeln.
Neben dem Studium engagiert sich Lino Hofstetter für die Vermittlung von Informatik an Schulen und spielt leidenschaftlich Trompete, unter anderem in der ETH Big Band. Zudem wirkt er bei der Organisation der Jazz-Konzertreihe “Musig im Pflegidach” in Muri (AG) mit.
Samira Künzler
Wangen bei Olten (SO), Bachelorstudentin in Bioanalytik und Zellbiologie, Fachhochschule Nordwestschweiz

Samira Künzler, Bild: Cosimo Mimmo Muscio
Samira Künzler studiert Bioanalytik und Zellbiologie an der Fachhochschule Nordwestschweiz und steht nun kurz vor dem Abschluss des Bachelorstudienganges. Den Grundstein dafür legte ihre Ausbildung als Laborantin der Fachrichtung Biologie bei F. Hoffmann-La Roche, wodurch sie die Gelegenheit hatte, 2019 an der Wissenschaftsolympiade Biologie teilzunehmen. Nebst ihrem Studium, war die 23-Jährige in verschiedenen Stellen arbeitstätig – von Spätschichten in einem Zentrallabor bis hin zu der Unterstützung von Studierenden als Tutorin.
Der Erhalt des Stipendiums der Werner Siemens-Stiftung erlaubt es Samira Künzler, sich vollständig auf ihr Studium zu konzentrieren. So wurde es ihr möglich, ihre Bachelorarbeit im Gebiet der Krebsforschung in Buenos Aires, Argentinien, zu schreiben. Konkret befasst sie sich mit der Verknüpfung verschiedener genomischer Daten, um Einblicke in die hormonelle Regulation von Endometriumkarzinomen zu gewinnen und herauszufinden, was zu der Fortschreitung der Krankheit beiträgt. Ihr Aufenthalt ist dabei von kulturellem Austausch und besonderen Einblicken in die Politik des Landes geprägt.
Zusammen mit der Forschungsgruppe engagierte sie sich an mehreren Veranstaltungen um die Wichtigkeit der Forschung sowie auch der Freude daran der breiteren Bevölkerung näher zu bringen. Im Anschluss an ihren bevorstehenden Abschluss, prüft sie derzeit Optionen, sich im Masterstudium in Richtung der Bioinformatik zu orientieren.
Annick Melse
Plan-les-Ouates (GE), Masterstudentin in Biomedical Engineering, ETH Zürich

Annick Melse
Annick Melse ist gebürtige Niederländerin und in Genf aufgewachsen, wo sie schon früh ein Interesse für Wissenschaften entwickelte. Nach Abschluss der Matura mit den Schwerpunkten Biochemie und Informatik begann sie an der EPFL in Lausanne im Bachelor Life Science Engineering zu studieren – ein Fachgebiet an der Schnittstelle zwischen Biologie und Technologie. Im Jahr 2023 absolvierte sie ein Austauschjahr an der Johns Hopkins University in Baltimore (USA).
Derzeit studiert die 22-Jährige im Biomedical Engineering im Master an der ETH Zürich, wo sie sich aktiv in die akademische Forschung einbringt. Sie arbeitet im Labor von Prof. Inge Herrmann an einem Projekt zur Erkennung von Biomarkern im Menstruationsblut mithilfe von Damenbinden. Dieses Projekt fasziniert sie besonders, und sie möchte ihre Forschung im innovativen Bereich der Biodetektion weiterverfolgen.
Parallel dazu engagiert sie sich in Foren, um wissenschaftliche Disziplinen jungen Menschen näherzubringen, und ist Vizepräsidentin der IAESTE LC Zürich, wo sie internationale Praktikantinnen und Praktikanten in technischen Bereichen während ihres Aufenthalts in der Schweiz betreut. In ihrer Freizeit pflegt sie ihre Leidenschaft für das Nähen.
Dank des Werner-Siemens-Stipendiums kann Annick Melse ihr ehrenamtliches Engagement für die Förderung der Wissenschaft vertiefen, insbesondere für IAESTE oder als Mentorin für junge Mädchen, die sich für MINT-Fächer interessieren. Gleichzeitig kann sie ihre Forschungsaktivitäten im Bereich der Biomedizin ungehindert weiterführen.
Benedikt Oeschger
Winterthur (ZH), Masterstudent in Agrarwissenschaften, ETH Zürich

Benedikt Oeschger, Bild: Noah Eichrodt
Benedikt Oeschger studiert Agrarwissenschaften mit der Vertiefung Tierwissenschaften an der ETH Zürich. Damit folgt er seiner Leidenschaft für die Landwirtschaft und seinem Interesse für das Ernährungssystem an der Schnittstelle zwischen Naturwissenschaften und Produktion im Kontext der Gesellschaft.
Seine internationale Perspektive hat er durch seine Bachelorarbeit über die Pflanzenernährung in den tropischen Weidesystemen Kolumbiens und im Austauschsemester am Department of Animal Science der US-.amerikanischen Purdue University erweitert.
Benedikt Oeschger ist in Winterthur geboren und absolvierte dort das Wirtschaftsgymnasium Büelrain. Für seine Maturitätsarbeit, sein Abschlusszeugnis und sein Engagement wurde er mehrfach prämiert. In seiner Heimatstadt ist der 23-Jährige das jüngste Mitglied des Stadtparlaments und der Sachkommission für Soziales und Sicherheit und wird sich Anfang des kommenden Jahres zur Wiederwahl stellen. Vor dem Studium lernte er bei einem Venture Studio die Startup-Szene und das Unternehmertum kennen. Für die Wissensvermittlung setzt sich Benedikt Oeschger in der Jungen Naturwissenschaftlichen Gesellschaft Winterthur (youNGW) ein. Auch hat er für die Schweizerische Studienstiftung als Co-Organisator ein zweitägiges Seminar zum Thema Wald und Holz geleitet.
In seiner Freizeit ist Benedikt Oeschger polysportiv unterwegs. Er ist häufig unter Leuten oder auch im Stall bei den Tieren anzutreffen. Für die Zukunft kann er sich gut vorstellen, in der Forschung einen Beitrag zur Bewältigung der aktuell drängenden Herausforderungen innerhalb der Landwirtschaft zu leisten.
Anna Stoll-Bickel
Zürich (ZH), Masterstudentin in Mathematik, Universität Zürich und Scuola Normale Superiore (Italien)

Anna Stoll-Bickel
Trotz Abschluss der Matura mit altsprachlichem Profil, zeigte sich Anna Stoll-Bickel schon früh interessiert an Naturwissenschaften, was sich unter anderem darin widerspiegelt, dass sie an der International Genetically Engineered Machine Competition (iGEM) teilnahm, wo ihr Team für die Entwicklung einer Alternative zu synthetischen Pestiziden ausgezeichnet wurde. Dieses Interesse mündete in einem Studium in Biologie und Mathematik an der Universität Zürich. Nach dem Abschluss 2023, studiert sie nun im Master Mathematik an der Universität Zürich und an der renommierten Scuola Normale Superiore in Pisa in Italien. Innerhalb des Studiengangs spezialisiert sie sich in den Bereichen Analysis und Stochastik.
Im Herbst 2025 möchte die 25-Jährige ihre Masterarbeit schreiben. Darin wird sie sich mit Harmonischer Analysis und Maximaloperatoren beschäftigen – wichtige Werkzeuge zur Abschätzung von Funktionen auf geometrischen Strukturen, die etwa bei partiellen Differentialgleichungen Anwendung finden.
In- und ausserhalb des Studiums liegt Anna Stoll-Bickel das Recht auf Chancengleichheit sehr am Herzen. Sie war als ehrenamtliche Deutschnachhilfelehrerin für Menschen mit Fluchterfahrung aktiv, und hat als Mentorin eine Sekundarschülerin unterstützt, eine Lehrstelle zu finden. Ihr Engagement als Mentorin wird sie im Herbst weiterführen: Im Rahmen des Future Kids Programms der Stadt Zürich wird Anna Stoll-Bickel erstmals Primarschülerinnen dabei unterstützen, Lernstrategien zu entwickeln. Als Vorstandsmitglied des Fachvereins Mathematik hat sie die Subventionierung von Lehrbüchern für Studierende initiiert, um finanzielle Hürden abzubauen. Zusätzlich hat sie gemeinsam mit Studentinnen der Zürcher Hochschule der Künste ein Videoprojekt realisiert, welches junge Menschen für ein Mathematikstudium begeistern und aufzeigen soll, wie unterschiedlich die Werdegänge von Mathematikerinnen und Mathematiker aussehen.
Danja Zengaffinen
Zug (ZG), Masterstudentin in Life Sciences Engineering und Quantenwissenschaft und -technik, EPF Lausanne

Danja Zengaffinen, Bild: Stefan Kaiser
Danja Zengaffinen aus Zug (ZG) studiert Life Sciences Engineering im Master an der EPF Lausanne, wo sie bereits ihren Bachelor im selben Fach abgeschlossen hat. Im Master vertieft sie sich zusätzlich im Nebenfach Quantum Engineering. Besonders begeistert ist Danja von der Interdisziplinarität ihres Studiums. Dank ihres Nebenfachs konnte sie ihr Fachwissen in der Physik und im Besonderen in der Quantenphysik erweitern und hofft nun dieses Wissen für die Biomedizinischen Ingenieurswissenschaften benutzen zu können.
Im Juli 2025, steht für die 25-Jährige nun ein Praktikum in einem Startup im Bereich der Protonentherapie für die klinische Radiologie an. Danach plant Danja Zengaffinen ihre Masterarbeit an einer Partneruniversität zu absolvieren.
Neben dem Studium engagiert sich Danja Zengaffinen intensiv in der Wissenschaftsförderung: Sie leitet die «Coding Clubs for Girls» für 11- bis 15-jährige Mädchen und fördert besonders motivierte Mädchen in zusätzlichen Mentoringprogrammen. Zudem organisiert sie im Rahmen ihrer Arbeit beim Verein IngCH, Technik- und Informatikwochen für Schulklassen und bringt so ihre Begeisterung für Naturwissenschaften direkt in die Klassenzimmer.
Nach Abschluss ihres Studiums plant Danja Zengaffinen, ihre beiden Fachrichtungen Life Sciences Engineering und Quantum Engineering zu verbinden, um innovative Technologien für die Gesundheit der Menschen zu entwickeln.
Julia Zingerle
Wil (SG), Bachelorstudentin in Maschineningenieurwissenschaften, ETH Zürich

Julia Zingerle, Bild: Select Fotostudio
Julia Zingerle wuchs in Wil (SG) auf und absolvierte dort die bilinguale Matura mit Schwerpunkt Spanisch. Ihre wahre Leidenschaft galt jedoch seit ihrer Kindheit der Mathematik und Technik. Schon früh fragte sie sich, wie Dinge funktionieren und wie Technologie dabei helfen kann, Probleme zu lösen.
Derzeit studiert die 21-Jährige Maschineningenieurwissenschaften im Bachelor an der ETH Zürich und beginnt im Sommer 2025 den Master in Robotics. Besonders interessieren sie autonome Systeme, vor allem dort, wo Menschen an physische oder kognitive Grenzen stossen. Sie ist überzeugt, dass Forschung und technologische Innovation das Leben vieler Menschen verbessern können.
Neben dem Studium leitet sie das Projekt MONKEE, in dem ein kletternder Roboter für die Baumkronenforschung entwickelt wird. Dieses wenig bekannte, aber wissenschaftlich hochrelevante Feld liefert wichtige Erkenntnisse für die Biodiversitätsforschung und das Verständnis des Klimawandels. Für die intensive Arbeit am Projekt setzt sich Julia Zingerle mit grossem Engagement und Ausdauer ein.
Das Werner Siemens-Stipendium ermöglicht es ihr, sich noch stärker MONKEE zu widmen und die Forschung mit voller Kraft voranzutreiben. Zudem möchte sie ihr Engagement für Frauen in MINT-Fächern weiter ausbauen, ein Anliegen, das ihr besonders am Herzen liegt. Innerhalb der Schweizerischen Studienstiftung engagiert sie sich als Gymnasial- und Hochschulbotschafterin und plant, diese Rolle weiter zu vertiefen.
Nico Julian Zobrist
Unterentfelden (AG), Bachelorstudent Humanmedizin, Universität Zürich (Luzerner Track)

Nico Zobrist, Bild: Kipras Užkuraitis
Nico Julian Zobrist aus Unterentfelden (AG) absolvierte die Immersionsklasse der Neuen Kantonsschule Aarau mit dem Schwerpunktfach Wirtschaft und Recht mit einem einjährigen Auslandaufenthalt in Vancouver. Während des einjährigen Zivildiensteinsatzes in der Klinik Barmelweid in Erlinsbach (AG) faszinierte ihn die Medizin so sehr, dass er seinen Plan eines Rechtsstudiums zugunsten des Medizinstudiums änderte. Im kommenden Herbst tritt Nico Zobrist im gemeinsamen Studiengang der Universitäten Luzern und Zürich in den Master über, der hauptsächlich in Luzern stattfinden wird, wo er die familiäre Atmosphäre schätzt.
Schon früh durfte der 23-Jährige erste Erfahrungen in der Forschung im Schlaflabor der Klinik Barmelweid sammeln, wo er aktuell auch seine Masterarbeit verfasst. «Ich finde es unglaublich spannend, was in unserem Gehirn im Schlaf passiert und wie sich das auf den Tag auswirkt.» erläutert Nico Zobrist sein Interesse. Um sein Wissen über das Gehirn und die Forschung vertiefen zu können, besucht er im Rahmen des MD-PhD Tracks 1 der Universität Zürich zusätzlich zum Medizinstudium Lehrveranstaltungen der Naturwissenschaftlichen Fakultät. So kann er sich inhaltlich auf sein Ziel nach dem Medizinstudium vorbereiten: ein Doktoratsstudium in der Grundlagenforschung, um damit die Patienten und Patientinnen von morgen zu unterstützen. Das Werner Siemens Fellowship erlaubt Nico Zobrist seinen Fokus vertieft auf diese Ziele zu richten und hilft ihm dabei, sich mit engagierten Studierenden anderer Fächer zu verknüpfen.
Über die Schweizerische Studienstiftung
Die Schweizerische Studienstiftung fördert interessierte, engagierte und leistungsstarke Studierende. Politisch neutral und unabhängig setzt sie sich dafür ein, dass junge Menschen die besten Voraussetzungen erhalten, ihren Wissensdurst zu stillen, neue Ideen zu entwickeln und ihren Platz in der Gesellschaft auszufüllen. Die ins Förderprogramm aufgenommenen Studierenden erhalten Zugang zu interdisziplinären Bildungsangeboten, individueller Beratung, finanzieller Unterstützung sowie vielfältigen Vernetzungsmöglichkeiten.
Medienkontakt
Marco Büsch, Schweizerische Studienstiftung
E-Mail: marco.buesch@studienstiftung.ch
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