Die Schweizerische Studienstiftung vergibt Jahresstipendien für einzigartige Vorhaben exzellenter Studierender. Diese Auslandsförderung wird durch das Staatssekretariat für Bildung, Forschung und Innovation (SBFI) ermöglicht. Bei der aktuellen Vergabe wurden neun Studierende ausgewählt. Sie studieren an Lösungen und gehen den Wandel aktiv an – sei es durch neue Ansätze im Bereich der Nachhaltigkeit, das Nachdenken über Globalisierung oder durch sprachwissenschaftliche Expertise.

Die Stipendien für 2025/2026 wurden folgenden Studierenden zugesprochen:
- Anna Lea Aebischer, Master in Medical Anthropology and Mental Health, SOAS University of London
- Tim Dass, Master in Economics, Columbia University
- Sven Henggeler, Master in Social Cognition, University College London
- Jonathan Heyd, Master in Finance, London School of Economics
- Pablo Mathis, Master in International Relations (Research Track), London School of Economics
- Solange Morel, Dual Master’s Degree in Public Policy und International Affairs and Governance, Science
Po und Universität St. Gallen (HSG) - Philipp Shaha, Master in Economics, London School of Economics and Political Science (LSE)
- Ellen Sutter, Master in Corporate and Financial Law, University of Hong Kong
- Malika Zürcher, Master in Forensic Linguistics, Aston University
Weitere Informationen zum Jahresstipendium: hier.
Die Stipendiatinnen und Stipendiaten 2025/2026
(Psychische) Gesundheit und soziale Gerechtigkeit – Master in Medical Anthropology and Mental Health, SOAS University of London
Wie hängen globale Machtstrukturen, Diskriminierung, Kolonialität, Migration, die Klimakrise und Armut mit der (psychischen) Gesundheit zusammen? Wie können wir soziale Gerechtigkeit im Gesundheitssystem voranbringen? Im Master „Medical Anthropology and Mental Health“ an der SOAS wird sich Anna Lea Aebischer mit den sozialen, politischen, historischen und kulturellen Dimensionen von Gesundheit und Krankheit befassen.
Anhand dekolonialer, interdisziplinärer und transkultureller Ansätze, verbindet der Studiengang die Disziplinen Sozialanthropologie, Psychologie, transkulturelle Psychiatrie und Medizin. Im Mittelpunkt steht dabei die Förderung von Chancengerechtigkeit, die Aufarbeitung von (kollektivem) Trauma sowie die Entwicklung antirassistischer und transkultureller Ansätze und Community-Arbeit.
Über Anna Lea Aebischer

Anna Lea Aebischer, Bild: Salome Schöni
Anna Lea Aebischer wurde 2000 in Bern geboren und absolvierte 2020 ebenda die zweisprachige Matura mit Schwerpunktfach Musik, wobei sie ein Austauschjahr in Kolumbien verbrachte. Bereits früh interessierte sie sich für gesellschaftspolitische Fragen und begann ein Studium in Ethnologie und Nahoststudien an der Universität Basel, wo sie als
Hilfsassistentin und Arabisch-Tutorin tätig war sowie ein Auslandssemester an der Universidade Federal do Rio de Janeiro (UFRJ) in Brasilien absolvierte. Weiterhin sammelte sie einige Erfahrung in der Öffentlichkeits- und Bildungsarbeit während eines Redaktionspraktikums beim Online-Magazin baba news und durch die Mitorganisation von Veranstaltungen im Fachbereich Dekolonisierung und Antirassismus.
Im Herbst 2024 begann die 24-Jährige den Master Changing Societies (Migration, Resources, Conflicts) an der Universität Basel. Zusätzlich arbeitet sie mit Jugendlichen in der sozialpädagogischen Betreuung sowie als Stellvertretungslehrerin an Primarschulen. Das Jahresstipendium erlaubt ihr das Interesse an der Schnittstelle von psychischer Gesundheit, sozialer Gerechtigkeit und Diskriminierung im Master an der SOAS in London weiter zu verfolgen.
Wie sich Gesellschaften nachhaltig entwickeln – Master in Economics, Columbia University
Welche Voraussetzungen müssen erfüllt sein, damit Märkte effizient im gesellschaftlichen Interesse Ressourcen verteilen? Was braucht es, damit ärmere Länder nachhaltig wachsen, ohne dabei unseren Planeten zu überlasten? Welche Faktoren entscheiden darüber, wie sich die Inflation eines Landes entwickelt?
Mit Fragen wie diesen wird sich Tim Dass in seinem Masterstudium in Economics an der Columbia University auseinandersetzen. Ökonomische Prozesse folgen keinen naturwissenschaftlichen Gesetzen, sondern basieren auf den Entscheidungen einer Vielzahl von Individuen. Das Programm behandelt ökonomische Modelle und Methoden, mithilfe derer man diese verflochtenen Prozesse beobachten, beschreiben und erklären kann.
Über Tim Dass
Tim wurde 2003 geboren und wuchs im Rheintal (SG) auf. Während seiner Schulzeit an der Kantonsschule Sargans interessierte er sich für sozialwissenschaftliche und politische Fragen sowie für Mathematik. Es war deshalb eine folgerichtige Entscheidung an der Universität St. Gallen ein Studium in Volkswirtschaftslehre anzutreten. Während seines Bachelors faszinierten ihn insbesondere langfristige Wachstumsmodelle, die sich damit beschäftigen, wie sich Gesellschaften über Jahrzehnte hinweg entwickeln. Im vergangenen Jahr absolvierte Tim Dass ein Praktikum bei der Schweizerischen Nationalbank, um einen Einblick in die alltägliche Arbeit von Ökonominnen und Ökonomen zu erlangen.
Das Jahresstipendium erlaubt es dem 21-Jährigen im September dieses Jahres seinen Master in Economics an der Columbia University in New York antreten. Das Studium ermöglicht es ihm, sich vertieft mit ökonomischen Fragestellungen an einem Ort zu beschäftigen, welcher zentral für das heutige globale Wirtschaftssystem ist.
Vom Bauchgefühl zur Evidenz – Master in Social Cognition, University College London
Psychologie scheint allen zugänglich – denn jede und jeder hat Erfahrungen mit dem Menschsein. Doch diese Nähe führt zu Widersprüchen: Ziehen sich Gegensätze an oder gesellt sich Gleiches gerne zueinander? Zerstören Algorithmen unsere Aufmerksamkeit? Sven Henggeler nähert sich solchen Fragen wissenschaftlich: Nach seinem Bachelor in Angewandter Psychologie an der FHNW befasst er sich im Master in Social Cognition am University College London mit dem Zusammenspiel von Wahrnehmung, Verhalten und Gesellschaft. Ziel ist es, intuitive Annahmen durch empirische Forschung zu prüfen und gesellschaftliche Phänomene differenziert zu verstehen – oder anders: Soziale Kognition schliesst vom Bauchgefühl zur Datenlage und hat dabei das Individuum im Blick, aber die Gesellschaft im Sinn.
Über Sven Henggeler

Sven Henggeler, Bild: Kim da Motta
Sven Henggeler wurde 1999 geboren und durchlief den dualen Bildungsweg. Er absolvierte eine kaufmännische Lehre bei der Gemeinde Hitzkirch (LU), seinem damaligen Wohnort. Im Rahmen der KV plus-Lehre profitierte er von halbjährigen Auslandspraktika in England und Frankreich. Vor dem Studium diente er bei den Fallschirmaufklärern und als Späher der Infanterie, zuletzt im Grad eines Wachtmeisters. Anfang 2025 kehrte der 25-Jährige aus dem Austauschsemester in Seoul zurück und absolviert derzeit sein letztes Semester in Angewandter Psychologie an der FHNW. In seiner Bachelorarbeit erforscht Sven Henggeler die Korrelationen zwischen digitalem Konsum und psychischer Gesundheit bei Jugendlichen mit dem Ziel einer wissenschaftlichen Publikation.
Das Jahresstipendium ermöglicht Sven Henggeler mit den vorhandenen Ergebnissen am University College in London in diesem Bereich weiter zu forschen. In der Zukunft strebt Sven Henggeler ein Doktorat in Bereich der Psychologie an mit dem Ziel, dass die eigene Forschung in sicherheitspolitischen Bereichen Anwendung findet, wie beispielsweise in Think Tanks oder im Nachrichtendienst.
Innovationen für die Finanzwelt von morgen – Master in Finance, London School of Economics
Heute beschränkt sich die Finanzwelt nicht mehr darauf, Renditen zu maximieren: Sie spielt eine Schlüsselrolle im Übergang zu einer nachhaltigeren Wirtschaft. Davon überzeugt, dass der zukünftige Wohlstand des Schweizer Finanzplatzes von seiner Innovationsfähigkeit im Bereich der Nachhaltigkeit abhängt, hat sich Jonathan Heyd für einen Master in Finance an der London School of Economics entschieden. Dieses Studienprogramm verbindet theoretische Strenge mit praxisorientierten Ansätzen und legt dabei besonderen Fokus auf die aktuellen Herausforderungen der nachhaltigen Finanzwirtschaft. In spezialisierten Kursen möchte Jonathan Heyd die nötigen Instrumente entwickeln, um innovative Finanzlösungen zu gestalten, die wirtschaftliche Leistung mit ökologischem Impact in Einklang bringen. Im Ausland möchte Jonathan Heyd einige Jahre Berufserfahrung sammeln, um danach in die Schweiz zurückzukehren mit der Absicht, Nachhaltigkeit zu einem zentralen Treiber der Wettbewerbsfähigkeit des Finanzplatzes zu machen.
Über Jonathan Heyd

Jonathan Heyd, Bild: University of Southern California
Jonathan Heyd wurde 2001 in Genf (GE) geboren, wo er aufwuchs und die zweisprachige Maturität Französisch-Deutsch erlangte. Seit seiner Kindheit ist er sportlich aktiv, spielt Eishockey auf Wettkampfniveau, fährt Ski und surft.
Nach seinem Militärdienst als Panzergrenadier nahm er ein Bachelorstudium in Betriebswirtschaftslehre an der Universität St. Gallen auf. Parallel dazu engagierte er sich intensiv im studentischen Leben: als Mitglied des Vorstands des Consulting Clubs, einer Vereinigung zur Vorbereitung auf Karrieren in der Unternehmensberatung, als Crew-Mitglied der Start Summit-Konferenz zu Unternehmertum und Technologie sowie als Tutor für Erstsemesterstudierende. Aufgrund seiner hervorragenden Studienleistungen absolvierte er Austauschsemester an der Singapore Management University sowie an der University of Southern California. Diese internationalen Erfahrungen weckten in ihm ein starkes Interesse an globalen Finanzfragen. Anschliessend absolvierte er ein Praktikum im Bereich der strukturierten Produkte bei der Banque Pictet & Cie in Genf, wo er auch seine Bachelorarbeit verfasste. Im September 2025 wird der 24-Jährige mit Unterstützung des Jahresstipendiums ein Masterstudium in Finance an der London School of Economics beginnen – mit dem Ziel, zu einer nachhaltigeren und innovativeren Finanzwelt beizutragen.
Wie Kleinstaaten zwischen Grossmächten balancieren – Master in International Relations (Research Track), London School of Economics
Mit dem Ende der regelbasierten Weltordnung suchen Kleinstaaten verstärkt Schutz in Allianzen. Doch einige, etwa Singapur, pflegen durch geschickte «Hedgingstrategien» gute Beziehungen zu mehreren konkurrierenden Grossmächten. Wie gelingt dieser Balanceakt? Liesse sich ein solches Modell auch auf die Schweiz übertragen?
Diesen Fragen geht Pablo Mathis im Masterstudium der Internationalen Beziehungen (Research Track) an der London School of Economics (LSE) nach. Als Ausgangspunkt dient die an der LSE beheimatete Denkschule der «English School of International Relations». Denn basierend auf der Theorie der «English School», kann durch die Kombination von realpolitischen und sozialkonstruktivistischen Faktoren den Geheimnissen einer erfolgreichen «Hedgingstrategie» nachgegangen werden.
Über Pablo Mathis

Pablo Mathis, Bild: Noémie da Costa
Pablo Mathis wurde 2001 geboren und verbrachte seine Kindheit in Argentinien und Österreich, bevor er 2020 an der Kantonsschule Alpenquai Luzern die Matura absolvierte. Nach einem Bachelor in Security Studies an der Universität Leiden in den Niederlanden, studiert er derzeit im Master War Studies am King’s College in London. Seine Auseinandersetzung mit der Schweiz verdeutlichte dem 23-Jährigen, wie wenig Aufmerksamkeit der Aussenpolitik kleiner Staaten in der politikwissenschaftlichen Forschung gewidmet wird. Daher beschäftigt sich seine erste Masterarbeit bereits mit der Bedeutung militärischer Innovationen in der Aussenpolitik kleiner Staaten.
Das Jahresstipendium ermöglicht es Pablo Mathis, seinen zweiten Master in Internationalen Beziehungen an der London School of Economics zu absolvieren und erlaubt ihm das Verhalten kleiner Staaten auch jenseits unmittelbarer militärischer Faktoren zu erforschen. Denn besonders die «Hedgingpolitik» kleiner Staaten beruht nebst militärischen, auch auf ökonomischen Faktoren. Aufbauend auf dem Master, plant Pablo Mathis ein Doktorat, um sich so auch langfristig wissenschaftlich mit der Aussenpolitik kleiner Staaten auseinanderzusetzen.
Globale Herausforderungen verstehen – Dual Master’s Degree in Public Policy und International Affairs and Governance, Science Po und Universität St. Gallen (HSG)
Wie lassen sich die komplexen, mehrdimensionalen Probleme lösen, vor denen heutige Gesellschaften stehen – von der digitalen und ökologischen Transformation bis hin zu Handelsstreitigkeiten und bewaffneten Konflikten? Und wie können wir einen umfassenden und vernetzten Blick auf diese politischen Realitäten entwickeln, um sie sachgerecht zu erfassen und bewusst zu bearbeiten?
Diesen Fragen widmet sich Solange Morel ab September im Dual Master’s Degree Public Policy an der Sciences Po in Paris und International Affairs and Governance an der Universität St. Gallen (HSG). Das Programm vermittelt Kompetenzen in Sozial-, Wirtschafts- und Rechtswissenschaften und bereitet so ideal darauf vor, gesellschaftliche Herausforderungen umsichtig anzupacken.
Über Solange Morel

Solange Morel, Bild: Mike Niederhauser
Solange Morel ist in Langenthal (BE) aufgewachsen. Ihre Matura mit Schwerpunkt Musik und Biologie schloss sie am Gymnasium Oberaargau ab. In Zürich und Hamburg studierte sie Deutsche Sprach- und Literaturwissenschaft sowie Betriebswirtschaftslehre. Praktische Erfahrungen sammelte sie daneben in der Wissenschaftskommunikation, als Hilfsassistentin in der Linguistik, als Sprachlehrerin sowie als freie Journalistin. Dass die Vernetzung und Vermittlung zwischen vielfältigen Perspektiven auf die Welt auch ein Leitprinzip ihrer Bildungsbiografie ist, zeigte sich nicht zuletzt in ihrer prämierten Abschlussarbeit, in der sie ihre Studienfächer in einer diskurslinguistischen Analyse der Credit-Suisse-Rettung miteinander ins Gespräch brachte.
Anschliessend arbeitete Solange Morel als Hochschulpraktikantin im Stab des Staatssekretariats für Wirtschaft, wo sie mittlerweile als wissenschaftliche Mitarbeiterin tätig ist. Mit dem Ziel, in den öffentlichen Dienst zurückzukehren, tritt sie nun einen Doppelmaster an der Sciences Po und der HSG in Public Policy & International Affairs and Governance an.
Politik verstehen zwischen Markt und Staat – Master of Science in Economics, London School of Economics and Political Science (LSE)
Wie lassen sich staatliche Eingriffe so gestalten, dass sie effizient und gerecht sind? Welche fiskalpolitischen Massnahmen verbessern das Wohlergehen breiter Bevölkerungsschichten und welche verschärfen Ungleichheiten? Mit diesen und ähnlichen Fragen befasst sich Philipp Shaha im Rahmen seines Masters in Economics an der London School of Economics. Sein besonderes Interesse gilt der Ökonomie des öffentlichen Sektors, also der Analyse von Marktversagen, staatlicher Steuer- und Ausgabenpolitik sowie deren Verteilungswirkungen. Aufbauend auf seinem Vorwissen, vertieft er sich in ökonomische Methoden, um evidenzbasierte Lösungen auf Herausforderungen im Spannungsfeld zwischen Markt und Staat zu entwickeln – mit dem Ziel, Wirtschaftspolitik nicht nur zu verstehen, sondern auch weiterzuentwickeln.
Über Philipp Shaha

Philipp Shaha, Bild: Jonathan Shaha
Philipp Shaha wurde 2003 in Bern geboren und wuchs in Oberwangen bei Bern auf. Nach der Matura am Gymnasium Lerbermatt in Köniz nahm er das Bachelorstudium in Volkswirtschaftslehre an der Universität Bern auf, welches er 2024 abschloss. Während des Studiums entdeckte er seine Faszination für quantitative und datenbasierte Methoden, die er im Rahmen seines Minors „Digitalization and Applied Data Science in Business, Economics and the Social Sciences“ vertiefte. Nach dem Studium entschied er sich für ein Zwischenjahr und absolvierte ein Hochschulpraktikum beim Kanton Bern im Bereich Wirtschaftspolitik, wo er unter anderem an Analysen zu Demografie und Flächenpolitik mitwirkte. Derzeit leistet der 22-Jährige Zivildienst in einem Altersheim und engagiert sich daneben politisch.
Das Jahresstipendium bietet ihm die Möglichkeit, sich ganz auf seine Ausbildung zu konzentrieren und die Weichen für eine spätere Tätigkeit an der Schnittstelle von Wissenschaft und Politik zu stellen.
Kann Geld die Welt befrieden? – Master of Laws in Corporate and Financial Law, University of Hong Kong
Wirtschaftliche Stabilität ist ein fester Bestandteil der Friedensförderung. Die finanzielle Situation von Staaten wirkt sich direkt auf ihre Aussenpolitik aus. Gleichzeitig gewinnen internationale Unternehmen auf dem globalen Schauplatz der Politik zunehmend an Bedeutung. Aber wie nehmen Staaten Schulden auf und was sind die Konsequenzen davon? Welchen Herausforderungen sehen sich international tätige Unternehmen gegenüber? Was sind friedensfördernde Investitionen? Viele offene Fragen, aber eines ist klar: Geld und Frieden sind eng miteinander verflochten.
Dieses Zusammenspiel möchte Ellen Sutter durch den Master an der Universität Hong Kong besser verstehen, indem sie ihre bisherige Vertiefung im Völkerrecht mit Kenntnissen im internationalen Wirtschafts- und Finanzrecht ergänzt.
Über Ellen Sutter

Ellen Sutter, Bild: Sarah Ben Aicha
Ellen Sutter wurde 2003 geboren und wuchs in Greifensee (ZH) auf. Trotz der Ruhe in der idyllischen Seegemeinde zog es sie früh in grössere Städte. 2021 absolvierte sie eine zweisprachige Matura an der Kantonsschule im Lee in Winterthur und begann anschliessend ein Jura-Studium an der Universität Zürich. Während des Studiums sammelte sie verschiedene Erfahrungen in einem Life-Science-Unternehmen und im Detailhandel, bevor sie sich auch beruflich juristischen Tätigkeiten widmete und sich in Kanzleien und als Mitarbeiterin am Lehrstuhl für Europarecht und Wirtschaftsvölkerrecht engagierte. 2024 schloss die aktuell 22-Jährige ihr Bachelorstudium ab und begann ihren Master mit einem Fokus auf humanitäres Recht und migrationsrechtliche Themen. Neben ihrer Begeisterung für das Recht lebt sie auch ihre künstlerische Ader aus, sei es auf der Theaterbühne, als Organisatorin von Poetry Slams oder beim Malen mit Pinsel und Leinwand.
Das Jahresstipendium ermöglicht es Ellen Sutter, ihr Studium in Hong Kong weiterzuführen und eine umfassende Perspektive im internationalen Recht zu erlangen.
Mit Worten Gerechtigkeit schaffen – Master in Forensic Linguistics, Aston University
Was zeigt uns, ob ein Mensch die Wahrheit sagt? Können wir darauf vertrauen, dass ein Geständnis auch wirklich belegt, dass eine Person eine Tat verübt hat? Wie verlässlich ist der «sprachliche Fingerabdruck» als Beweismittel in einem Gerichtsverfahren? Mit diesen Fragen befasst sich die Forensische Linguistik – wobei das Ziel ist, mittels diverser sprachwissenschaftlicher Ansätze einen Beitrag zur Gerechtigkeit der Justiz zu leisten.
Während der Rückgriff auf forensisch-linguistische Methoden in der Schweiz noch wenig verbreitet
ist, liegt im angelsächsischen Sprachraum bereits eine reiche Forschungspraxis vor. Der Master in Forensic Linguistics an der Aston University in Birmingham in England bietet Malika Zürcher eine einmalige Gelegenheit, sich sowohl theoretisches Wissen als auch praktische Erfahrungen auf dem Gebiet der forensischen Linguistik anzueignen und von führenden Experten und Expertinnen auf dem Gebiet zu lernen.
Über Malika Zürcher
Malika Zürcher wurde 2001 in Binningen (BL) geboren. Um ihrer Leidenschaft für Sprachen nachzugehen, absolvierte sie 2021 im Gymnasium Münchenstein eine bilinguale Matura mit Immersion Französisch und Schwerpunkt Italienisch. Im Rahmen eines Schülerstudiums an der Universität Basel entdeckte sie ihr Interesse für angewandte Sprachwissenschaften. An einem Studien-Infoabend hörte sie dabei erstmals vom Studium der Forensischen Linguistik. Fasziniert von diesem interdisziplinären Ansatz, entschied Malika Zürcher, diesen Weg weiterzuverfolgen. Für ihre Maturitätsarbeit erforschte sie dabei in einer Kurzstudie, ob sich Lügen in der Sprache anhand wissenschaftlicher Kriterien erkennen lassen.
2024 schloss die aktuell 24-Jährige den Bachelor of Arts in Englisch und Rechtswissenschaften ab. Zurzeit arbeitet sie zusätzlich auf den Bachelor of Law hin. Ihr Interesse an der Forschung verfolgte sie nebst ihrem Studium unter anderem durch die Mitarbeit bei Projekten zur Resilienzforschung der FHNW. Zudem ist sie Hilfsassistentin am Lehrstuhl für Soziales Privatrecht der Universität Basel. Das Jahresstipendium ermöglicht es Malika Zürcher, ihren Traum des Masters in Forensic Linguistics zu verfolgen. Den Studiengang sieht sie als Gelegenheit aktiv in die Forschungswelt einzusteigen.
Über die Schweizerische Studienstiftung
Die Schweizerische Studienstiftung fördert interessierte, engagierte und leistungsstarke Studierende. Politisch neutral und unabhängig setzt sie sich dafür ein, dass junge Menschen die besten Voraussetzungen erhalten, ihren Wissensdurst zu stillen, neue Ideen zu entwickeln und ihren Platz in der Gesellschaft auszufüllen. Die ins Förderprogramm aufgenommenen Studierenden erhalten Zugang zu interdisziplinären Bildungsangeboten, individueller Beratung, finanzieller Unterstützung sowie vielfältigen Vernetzungsmöglichkeiten.
Medienkontakt
Marco Büsch, Schweizerische Studienstiftung
E-Mail: marco.buesch@studienstiftung.ch
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