Wie lassen sich die Ursprünge menschlicher Zivilisation anhand archäologischer Funde neu denken? Inwiefern ist die konventionelle Menschheitsgeschichte – dass Ackerbau und Städtegründungen zu Hierarchien, Gewalt und Ungleichheit geführt hätten – nicht nur falsch, sondern völlig langweilig?
David Graeber und David Wengrow stellen in ihrem bahnbrechenden Werk grundlegende Annahmen über die Entwicklung menschlicher Gesellschaften in Frage. Entgegen der weitverbreiteten Erzählung eines linearen Fortschritts von “primitiven“ Jäger-Sammler-Gesellschaften zu komplexen Zivilisationen zeigen die Autoren auf, dass frühe menschliche Gemeinschaften bereits eine bemerkenswerte Vielfalt an Gesellschaftsformen entwickelten. Wie können diese Erkenntnisse aus Anthropologie, Archäologie und Geschichtswissenschaft unser Verständnis von Macht, Gleichheit und gesellschaftlichen Alternativen herausfordern? Welche andere Zukunft der Menschheit eröffnet sich uns?
Um zu vermeiden, dass die Lesegruppe mit der steigenden Arbeitsbelastung gegen Semesterende kollidiert, lesen wir das Werk zügig in der ersten Semesterhälfte.
Bibliografie: Graeber, David / Wengrow, David: Anfänge – eine neue Geschichte der Menschheit. Stuttgart: Klett-Cotta, 2022.
Ort: Online via Zoom
Format: Leseumfang jeweils ca. 80-100 Seiten (2 Kapitel) pro Sitzung
Zeitplan: 6 Sitzungen à 2 Stunden alle 2 Wochen, Mitte September bis Ende November 2025,
Arbeitssprache(n): Deutsch
Leitung: Leander Vettiger
Organisation: Matteo Titus
Administration: Michelle Hug
Anzahl TN: Maximum 10
Zielpublikum: Studierenden aller Studienrichtungen
Vorbereitungsarbeiten / Unterlagen: Sieh dir die Leseliste an und prüfe die Hinweise des Veranstalters, nachdem du eine Anmeldebestätigung erhalten hast.
Anmeldefrist: 15. August 2025
