„The Next Rembrandt“ wurde nicht gemalt, sondern berechnet. Künstliche Intelligenz schlägt tiefe Schneisen in der Kunstwelt: Wie verändert sie das Schaffen und Erleben von Kunst? Stehen wir vor einer künstlerischen Revolution oder dem Ende menschlicher Originalität? Eine Podiumsdiskussion über Chancen und Herausforderungen.
Die Welt der Kunst war schon immer ein Ort der Kreativität und der Innovation. Es überrascht daher nicht, dass Kunstschaffende früh begonnen haben, mit Künstlicher Intelligenz zu arbeiten. Der Umstand, dass KI-Werke durch datenbasierte Algorithmen generiert werden, die mit existierenden künstlerischen Arbeiten trainiert wurden, wirft unterschiedliche Fragen hinsichtlich Ästhetik, Bias und Urheberschaft auf: Kann überhaupt etwas wirklich Neues geschaffen werden oder werden vorhandene kulturelle Artefakte einfach neu zusammengesetzt? Wie wird KI-Kunst bewertet und was sagt dies über unser Kunstverständnis aus? (Wie) kann die Reproduzierung der in den Trainingsdaten bestehenden Biases und Stereotypen verhindert werden? Wer ist Urheber:in eines KI-generierten Kunstwerks und sollen Künstler:innen für die Nutzung ihrer Werke als Trainingsmaterial vergütet werden?
Diese und weitere Fragen werden im Rahmen der Podiumsdiskussion erörtert. Informatikerin Dr. Eva Cetenić gibt einen einführenden Überblick über zentrale technologische Entwicklungen im Bereich generativer KI und zeigt auf, wie diese Systeme kreative Praktiken verändern. Medienkünstlerin Esther Hunziker stellt einige ihrer KI-basierten Arbeiten wie «Squeeze me» vor. In der anschliessenden Diskussion werden diese Perspektiven von Fabienne Schellenberg, verantwortlich für Innovation und Gesellschaft bei der Kulturstiftung Pro Helvetia, ergänzt.
Zeitplan:
18:30 – 20:15 Uhr Vorträge und Diskussion
ab 20:15 Uhr Apéro riche
Moderation: Adrian Notz (Kurator, Dozent)
Referierende:
Dr. Eva Cetenić (Digital Society Initiative, Universität Zürich)
Esther Hunziker (Medienkünstlerin, Preisträgerin Pax Art Award 2024)
Fabienne Schellenberg (Leiterin Innovation und Gesellschaft, Pro Helvetia)
Konzept: Stefanie Manthey & Serina Heinen
Organisation: Serina Heinen (Schweizerische Studienstiftung)
Administration: Michelle Hug (Schweizerische Studienstiftung)
Zielpublikum: alle Geförderten der Schweizerischen Studienstiftung
Anzahl TN: 30
Vorbereitungsarbeiten / Unterlagen: evtl. fakultative Vorbereitungslektüre
Anmeldeschluss: Mittwoch, 10.09.2025
