Hundertausende Menschen in der Schweiz waren im Verlaufe des 20. Jahrhunderts von Verdingung, fürsorgerischen Zwangsmassnahmen und Fremdplatzierungen betroffen. Dieses Seminar wirft einen intensiven Blick auf dieses dunkle Kapitel Schweizer Geschichte.
Verdingung, verordnete Unterbringung in Heimen, Zwangsarbeit – dies sind nur einige Beispiele von schicksalhaften Erfahrungen, die unzählige Menschen in der Schweiz durchleben mussten. Erst die offiziellen Entschuldigungen durch den Bundesrat in den 2010er-Jahren rückten dieses düstere Kapitel Schweizer Geschichte stärker ins öffentliche Bewusstsein und trieben dessen Aufarbeitung voran.
In diesem Seminar werfen die Teilnehmenden gemeinsam mit Expertinnen und Experten einen Blick auf dieses Kapitel Schweizer Geschichte und den Stand der Aufarbeitung. Sie tauschen sich mit Betroffenen aus und erfahren so, wie einschneidend solche Erfahrungen im Lebenslauf von Einzelpersonen wirken und wie sie damit umgehen. Und sie haben die Gelegenheit, in der Gruppe und gemeinsam mit Expertinnen und Experten sowie Betroffenen zu reflektieren, wie die Gesellschaft mit dieser Geschichte umgehen kann und soll.
Leitung: Nicholas Arnold, Schweizerische Studienstiftung
Administration: Michelle Hug, Schweizerische Studienstiftung
Zielpublikum: Geförderte der Schweizerischen Studienstiftung
Anzahl TN: 20
Literatur: Eine Zusammenstellung geeigneter Literatur wird im Vorfeld zugestellt.
Anmeldeschluss: 29. September 2025
Hinweis: Die Veranstaltung «Verhandlungskompetenz für Studium, Karriere und Alltag » findet am gleichen Wochenende statt. Es ist ausnahmsweise möglich, sich für beide Veranstaltung zu bewerben, falls gewünscht. Solltest du dich für beide Veranstaltungen bewerben, weise bitte in deinem Motivationsbeschrieb darauf hin.
