Die Landwirtschaft ist ein zentraler Wirtschaftszweig, Teil des ökologischen Kreislaufs, Ausdruck regionaler Kultur – und Gegenstand intensiver politischer Debatten. Angesichts globaler Märkte, gesellschaftlicher Erwartungen und ökologischer Herausforderungen stellt sich die Frage: Welche Landwirtschaft braucht und will die Schweiz?
Diese Ausgabe von «Treffpunkt Bern» widmet sich den zentralen agrarpolitischen Fragen der Gegenwart. Wir werfen einen Blick auf die historischen und aktuellen Leitbilder der Landwirtschaft in der Schweiz und diskutieren die Positionierung der Schweizer Landwirtschaft im internationalen Vergleich. Aktuelle Entwicklungen wie die «Agrarpolitik 2030+», die 2026 in die Vernehmlassung gehen soll, bilden den Rahmen für eine lebendige Diskussion: Wie kann eine Agrarpolitik aussehen, die ökologische Nachhaltigkeit, wirtschaftliche Tragfähigkeit und Versorgungssicherheit verbindet? Wie sollen Marktöffnung und internationale Wettbewerbsfähigkeit gestaltet werden? Welche Rolle spielen Direktzahlungen und neue Instrumente? Und welche Erwartungen haben Bevölkerung und Landwirtschaft an die künftige Agrar- und Ernährungspolitik?
Nach einem einführenden Vortrag diskutieren Prof. Dr. Robert Finger (Professor für Agrarökonomie und Agrarpolitik), Mitte-Nationalrat Markus Ritter (Präsident des Schweizer Bauernvereins und Biobauer) sowie Michele Salvi (Vizedirektor des wirtschaftsliberalen Thinktanks Avenir Suisse) darüber, wie sich die Schweizer Landwirtschaft in einem zunehmend komplexen Umfeld positionieren kann und welche Weichen für die Agrarpolitik der Zukunft gestellt werden müssen.
Zeitplan: 18:15 Uhr bis 20:00 Uhr mit anschliessendem Apéro
Gäste:
- (mit Vortrag) Prof. Dr. Robert Finger, Professor für Agrarökonomie und Agrarpolitik an der ETH Zürich, Vorsitzender World Food System Center der ETH
- Markus Ritter, Nationalrat (Mitte), Präsident Schweizer Bauernverband, Biobauer
- Michele Salvi, Vizedirektor Avenir Suisse, Experte für öffentliche Finanzen und Regulierung
Moderation und Konzeption: Luc Mounir (Geförderter der Schweizerischen Studienstiftung)
Organisation: Serina Heinen
Administration: Nathalie Ellington
Zielpublikum: aktuelle und ehemalige Geförderte der Schweizerischen Studienstiftung
Anzahl TN: 30
Anmeldeschluss: Sonntag, 4. Januar 2026
