Verschwörungserzählungen begegnen uns heute in Politik, Medien und Alltag. In dieser Veranstaltung setzt du dich mit ihren Ursachen, Funktionsweisen und Folgen auseinander und lernst, wie du konstruktiv und deeskalierend mit Anhänger:innen umgehen kannst.
Verschwörungstheorien sind kein neues Phänomen, doch seit einigen Jahren sind sie in unserer Gesellschaft wieder sichtbarer geworden. In dieser Veranstaltung beschäftigen wir uns aus philosophischer, sozialpsychologischer und wissenssoziologischer Perspektive mit Verschwörungstheorien und deren Anhänger:innen. Wir klären, was Verschwörungstheorien ausmacht und wie sie sich von berechtigtem Skeptizismus unterscheiden. Darüber hinaus untersuchen wir, wie sie entstehen und funktionieren, welche Gefahren sie für unsere Gesellschaft bergen und welche Massnahmen zur Entschärfung beitragen können. Auf der Ebene des Individuums gehen wir der Frage nach, weshalb Menschen an Verschwörungstheorien glauben und welche Faktoren diesen Glauben begünstigen. Ausserdem analysieren wir, wie Anhänger:innen argumentieren und welche Gesprächsstrategien im Umgang mit ihnen besonders konstruktiv und deeskalierend sind. Ein Praxisfenster bietet zudem Einblicke in die Arbeit der Fachstelle Radikalisierung und Gewaltprävention der Stadt Bern: Wir erfahren, wie Beratungen ablaufen, wie Gefährdungslagen eingeschätzt werden und welche Unterstützungsangebote für Ratsuchende und Institutionen zur Verfügung stehen.
Zeitplan und Referierende:
9.00 Uhr Begrüssung
9.15 – 10.55 Uhr «Können Verschwörungstheoretiker vernünftig sein? Eine Einführung in die philosophische Diskussion» – Dr. Sebastian Schmidt (Universität Zürich)
11.10 – 12.30 Uhr «Psychologie des croyances aux théories du complot» – Dr. Pascal Wagner-Egger (Université de Fribourg)
12.30 – 14.00 Uhr gemeinsames Mittagessen
14.00 – 15.30 Uhr «Unwirkliche Wirklichkeiten. Zur Wissenssoziologie von Verschwörungstheorien» – Dr. Andreas Anton (Albert-Ludwigs-Universität Freiburg)
15.45 – 16.45 Uhr «Was lösen Anhänger*innen von Verschwörungstheorien in ihrem Umfeld aus? Einblicke aus der Beratungspraxis einer Fachstelle» – Kaspar Padel (Fachstelle Radikalisierung und Gewaltprävention der Stadt Bern)
16.45 – max. 17.15 Uhr Abschluss
Organisation: Serina Heinen (Schweizerische Studienstiftung)
Administration: Nathalie Ellington (Schweizerische Studienstiftung)
Zielpublikum: Studierende aller Disziplinen
Anzahl TN: 20
Vorbereitungsarbeiten / Unterlagen: Eine kurze Vorbereitungslektüre wird zur Verfügung gestellt.
Anmeldeschluss: Sonntag, 1. Februar 2026
