Die Schweizerische Studienstiftung übernimmt für 2027 und 2028 die Rolle als Schweizer Partnerin der Lindauer Nobelpreisträgertagungen. In der zweijährigen Pilotphase stellt sie in Zusammenarbeit mit den universitären Hochschulen die Schweizer Beteiligung sicher. Damit erhalten junge Forschende aus der ganzen Schweiz Zugang zu einem der bekanntesten internationalen Treffen mit Nobelpreisträgerinnen und Nobelpreisträgern.

Unterzeichnung der Absichtserklärung in Lindau, 28.06.2026 (v.l.n.r.): Gräfin Bettina Bernadotte, Dr. Klara Sekanina, Prof. Dr. Astrid Epiney, Prof. Dr. Jürgen Kluge
Bild: Christian Flemming
Die erste Tagung im Rahmen der Pilotphase findet vom 27. Juni bis 2. Juli 2027 statt und ist dem Bereich Physiologie und Medizin gewidmet. Sie bringt junge Forschende aus aller Welt mit Nobelpreisträgerinnen und Nobelpreisträgern zusammen und schafft Raum für wissenschaftlichen Austausch, persönliche Begegnungen und internationale Vernetzung.
Für die Nominationen ist ein Verfahren vorgesehen, welches den Bildungsstandort Schweiz in seiner institutionellen Breite und Exzellenz abbildet: Jede universitäre Hochschule der Schweiz nominiert Nachwuchswissenschaftlerinnen oder Nachwuchswissenschaftler, wobei sich Geförderte der Schweizerischen Studienstiftung über einen internen Prozess für die Nomination bewerben können. Die endgültige Auswahl aus allen weltweit eingegangenen Nominationen treffen die Lindauer Nobelpreisträgertagungen.
«Wir freuen uns sehr, diese Verantwortung für die Schweiz zu übernehmen», sagt Prof. Dr. Astrid Epiney, Präsidentin des Stiftungsrats der Schweizerischen Studienstiftung. «Die Partnerschaft eröffnet jungen Forschenden aus der ganzen Schweiz Zugang zu einem aussergewöhnlichen wissenschaftlichen Netzwerk und stärkt zugleich die Sichtbarkeit des Schweizer Bildungs- und Forschungsstandorts.»
Dr. Klara Sekanina, Direktorin der Schweizerischen Studienstiftung, ergänzt: «Die Lindauer Nobelpreisträgertagungen bringen Menschen zusammen, die Wissenschaft gestalten, und solche, die sie in Zukunft prägen werden. Genau solche Begegnungen wollen wir ermöglichen: offen, inspirierend und über Disziplinen und Generationen hinweg.»
Die Lindauer Nobelpreisträgertagungen bringen seit 1951 Nobelpreisträgerinnen und Nobelpreisträger mit ausgewählten Nachwuchswissenschaftlerinnen und Nachwuchswissenschaftlern aus aller Welt zusammen. Jährlich nehmen rund 30 bis 40 Nobelpreisträger sowie etwa 600 junge Forschende teil. Nach Angaben der Veranstalter haben seit 1951 mehr als 35’000 junge Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler an den Tagungen teilgenommen.
Die Partnerschaft mit den Lindauer Nobelpreisträgertagungen knüpft an den Auftrag der Schweizerischen Studienstiftung an, talentierte junge Menschen zu fördern, zu begleiten und über Fach- und Sprachgrenzen hinweg zu vernetzen. Für junge Forschende aus der Schweiz schafft sie eine besondere Gelegenheit zum direkten Austausch mit Nobelpreisträgerinnen und Nobelpreisträgern sowie internationalen Talenten.
Über die Schweizerische Studienstiftung
Die Schweizerische Studienstiftung fördert interessierte, engagierte und leistungsstarke Studierende. Politisch neutral und unabhängig setzt sie sich dafür ein, dass junge Menschen die besten Voraussetzungen erhalten, ihren Wissensdurst zu stillen, neue Ideen zu entwickeln und ihren Platz in der Gesellschaft auszufüllen. Die ins Förderprogramm aufgenommenen Studierenden erhalten Zugang zu interdisziplinären Bildungsangeboten, individueller Beratung, finanzieller Unterstützung sowie vielfältigen Vernetzungsmöglichkeiten.
Medienkontakt
Marco Büsch, Schweizerische Studienstiftung
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