Wie hängt bewusstes Erleben mit materiellen Gehirnprozessen zusammen? In dieser Akademie beleuchten wir neurowissenschaftliche Perspektiven auf das Bewusstsein interdisziplinär (Neurowissenschaften, Psychologie, Informatik, Linguistik). Im Fokus stehen die Beziehung zwischen Erfahrung und Hirnprozessen, moderne Methoden und aktuelle Befunde – kritisch geprüft. Wir kontrastieren prominente Theorien des Bewusstseins und diskutieren, ob Bewusstsein exklusiv neuronal ist, aus Eigenschaften einzelner Zellen oder Netzwerke entsteht und welche Rolle Verkörperung und Handlung spielen. Zudem fragen wir, ob Tiere Wahrnehmungsbewusstsein besitzen und wie sich veränderte Zustände (z. B. Anästhesie, Psychedelika) erklären lassen. Abschließend betrachten wir den Beitrag aktueller KI-Entwicklungen zum Verständnis des Bewusstseins.
Die Akademie arbeitet interaktiv: Kurzinputs, strukturierte Lektürediskussionen, Studierendenpräsentationen sowie ein Rollenspiel, in dem Teams Theorien vertreten und anhand von Daten verteidigen. So schärfen die Teilnehmenden Argumentationsstärke, Methodenkompetenz und ein differenziertes Verständnis zentraler Debatten.
Arbeitssprachen: Deutsch und Englisch
Leitung:
Prof. Dr. Peter König, Institut für Kognitionswissenschaft, Universität Osnabrück
Prof. Dr. Rainer Goebel, Professor für kognitive Neurowissenschaft, Maastricht University
Koordination: Serina Heinen (Schweizerische Studienstiftung)
Administration: Michelle Hug (Schweizerische Studienstiftung)
Zielgruppe: Studierende der Kognitions- und Neurowissenschaften, Psychologie, Biologie, Medizin, Physik, Informatik, Philosophie
Anmeldeschluss: Mittwoch, 1. April 2026
