Darf, soll oder muss Kunst heute politisch sein? Eine Podiumsdiskussion über das Verhältnis von Kunst und Politik, Kunstfreiheit, gesellschaftliche Verantwortung und die Frage, was Kunst bewirken kann.
Die Deutungshoheit über Kunst lag lange bei Adel, Kirche und Mäzenen. Mit der Aufklärung begann sich dies grundlegend zu ändern: Kunst sollte zweckfrei und nicht mehr moralisch, politisch oder religiös verpflichtet sein. Das Ideal der Autonomie hat dort seinen Ursprung und währt seit fast zwei Jahrhunderten. Klimakrise, Kriege, soziale Ungleichheit und identitätspolitische Debatten fordern dieses autonome Kunstverständnis jedoch zunehmend heraus.
Vor diesem Hintergrund loten wir aus, wie politisch engagiert Kunst heute sein soll. Kunsthistorikerin Prof. Dr. Gelshorn gibt einen einordnenden Impuls über den Wandel der gesellschaftlichen Rolle, Funktion und Wirkungsansprüche der Kunst. Im anschliessenden moderierten Gespräch diskutieren die Kunstschaffenden Boris Nikitin und Eneas Prawdzic, ob und wie sie politische Fragen in ihren Arbeiten verhandeln und was sie Kunst zutrauen.
Zeitplan: 18:15 bis 20:15 Uhr mit anschliessendem Apéro riche
Gäste:
- Prof. Dr. Julia Gelshorn | Professorin für Kunstgeschichte der Moderne und Gegenwart an der Universität Fribourg (mit Vortrag)
- Boris Nikitin | Theaterregisseur, Autor und künstlerischer Leiter des biennalen Festivals für dokumentarische und propagandistische Künste «It’s The Real Thing».
- Eneas Nikolai Prawdzic | Theaterregisseur, künstlerischer Leiter von «Proberaum Zukunft»
Moderation: Stefanie Manthey | Kunsthistorikerin, Autorin, Assessorin der Schweizerischen Studienstiftung
Organisation: Dr. Serina Heinen
Administration: Nathalie Ellington
Zielpublikum: Geförderte der Schweizerischen Studienstiftung
Anzahl TN: max. 30
Anmeldeschluss: Donnerstag, 17. September 2026
